| 1688 |
Herrschaft Oels-Bernstadt herzoglich-württembergischer Besitz
später Vergrößerung durch Erbschaft und Zukauf |
| 1715 |
Plan
Schlossbau Karlsruhe in Baden: Vorbild für Carlsruhe |
| 25.10.1716 |
Carl Christian Erdmann geboren in Bernstadt |
| 1719 |
Die
Wälder im Stoberbogen durch Erbfall an Herzog Christian Ulrich
II. von Württemberg-Oels |
| 1744 |
C. Chr.
Erdmann übernimmt Erbe von Christian Ullrich II. von Württemberg |
| 1748 |
Herzog
Carl Christian Erdmann legt den Tiergarten an, Umzäunung ist bis
1749 fertig. Er lässt acht große (und zahlreiche kleine)
Waldschneisen schlagen: Geburtsjahr für Carlsruhe |
| 18.03.1749 |
Grundstein zum ersten Schloss (im Schnittpunkt der großen
Schneisen). Möglicherweise vorher einfache Jagdhütte. Der Herzog
benutzt auch die Jagdhütte am Waldvorwerk, welche älter ist als Carlsruhe oder das Schloss in Städtel. |
| 04.03.1750 |
Einweihung des Schlosses |
| 31.10.1751 |
Dieser Holz- oder Fachwerkbau- oder
Geflechtbau brennt ab |
| 1752 |
Schlossbau Schirrmeisters, repräsentativer
Steinbau |
| (um) 1752 |
Christianshof (Vorwerk) |
| 1753 |
Erster Teich
(Hirschteich) angelegt |
| 1754 |
Häuschen am Erdmannstern
für Jagd |
| 1754/1755 |
Sophien- und
Friederikenteich, am 15.05.1755 erste Tanzaufführung auf der
Sophieninsel |
| 1756 |
Baubeginn des
Sophienschloss auf der Sophieninsel, Bau des Naturtheaters und
der Sternschanze |
| 07.07.1760 |
Einrichtung der ersten
Schule, Anlegung des Wilhelminen-, Augusten- und des
Marienteiches |
| 1762 |
Museensitz |
| 1763 |
Gondelkanal zwischen
Schwedenteich und Sophienteich, erste Ansiedler von 13
Handwerker (außer Hofangestellte) |
| 19.06.1764 |
C. Ch. Erdmann hat die
Genehmigung für den Bau einer Evangelischen Kirche erhalten |
| 15.05.1765 |
Baubegin der
Sophienkirche, Interimskirche in einem der Kavalierhäuser,
erster Pfarrer am 08.02.1765 Johann Benjamin Regehly kommt nach
Carlsruhe |
| 1766 |
Mathilden- und
Marienteich vom Wilhelminenteich abgeteilt |
| 1766 |
Einrichtung der
Schützengilde |
| 1767 |
Schwedenschloss auf dem
Schwedenberg am Schwedenteich (Name aufgrund von Waffenfunden
dort); Schule, Häuser für die Handwerker wurden gebaut. |
| 1767 - 1771 |
Kirchenbau ruht |
| 1768 |
Sophie, Tochter C. Ch.
Erdmanns erbt Oels |
| 17.08.1773 |
Turmkopf (Kirche)
aufgesetzt; erste Erwähnung von den Friedhöfen: evangelisch,
katholisch und jüdisch |
| 08.08.1775 |
Sophienkirche eingeweiht |
| 1775 |
Schießwerder |
| 1775/1776 |
Interimskirche wird
vorläufig Theater |
| 1776/1777 |
Tee-Pavillon (heute
Ruine) fertig |
| 1778 |
Ruhr-Epidemie |
| 1779/1780 |
Die 2. Etage am Schloss
wurde angebaut. Großes Fest am Sophienschloss |
| 1780 |
Weinberganlagen,
Weinbergschloss (1784) |
| 1780 |
Anlage des Englischen
Gartens begonnen, später Aus-gestaltung des Parks als
Französischer und Englischer Garten mit vielerlei
Gartenbaulichkeiten, wasserbaulichen und architektonischen
Einzelschöpfungen als romantischem Beiwerk, als Ausschmückung
und zur Belustigung der Hofgesellschaft: Gondelkanäle, Teiche,
Berge, Teichinseln, Denkmäler, Statuen, Bilder, Tempel,
künstlichen Ruinen, Freilichtbühnen, Puppen-, Vogel-,
Märchenhäuser, Leuchtturm, Ziehbrücken, Drehbrücken, Irrgärten,
Alleen seltener Bäume, Lauben und Laubengänge u.v.a. |
| 1785 |
Vergrößerung des Parks
bis zum Schwedenteich; der Preis von einem Eimer Rotwein beträgt
5 Taler und 10 Silbergroschen; der Herzog beauftragt 2000 Münzen
mit seinem Bild zu prägen. |
| 1786 |
Bau des ersten
Schulhauses für 120 Kinder |
| 1787 |
Meierei, Bau des
Vogelfang |
| 1787 |
91 Feuerstellen (551
Einwohner) in Carlsruhe |
| 1789/1790 |
Der Kirchturm hat eine
neue Galerie aus Holz an der alten Stelle bekommen; Besuch von
König Friedrich Wilhelm von Preußen in Carlsruhe; Häuschen am
Erdmannstern wird Pulvermagazin. |
| 1790 |
Helenenteich und
Dammbrücke; Denkmal Friedrich d. Gr. (ein sehr frühes in
Preußen) |
| 1791 |
Goldene Hochzeit des
Herzogen Paar |
| 19.06.1792 |
Carl Christian Erdmann
von Württemberg-Oels stirbt, er wurde in der Sophienkirche in
der herzoglichen Gruft beerdigt. |
| 1792 |
Carlsruhe hat 842
Einwohner, Hotel "Stadt Meinungen" (später Meiningen) |
| 25.03.1793 |
Tod der Herzogin Sophie |
| 1793-1822 |
Herzog Heinrich
Friedrich Eugen erbt Carlsruhe |
| 1793/1794 |
Theaterbau |
| 1794/1795 |
Musikkapelle gegründet;
Haus für den Oberforstmeister Burgsdorff wurde gebaut; in Berlin
wurde eine Skulptur von Carlsruhe ausgestellt. |
| 08.07.1797 |
Alte katholische Kirche
geweiht (Interimskirche), Errichtung der Bibliothek |
| 1798 |
Carlsruhe hat 952
Einwohner, die Gilde zählt 263 Mitglieder |
| 08.02.1798 |
Schloss brennt ab,
Neubau Leysers |
| 1805 |
Sommerpalais |
| 1806 |
Reparatur Sophienschloss |
| 1806 |
Carl Maria von Weber
kommt als Hoftheaterintendant ans herzogliche Theater |
| 1807 |
Theater geschlossen
(Kriegsereignisse), Weber verlässt Carlsruhe |
| 1816 |
Carlsruhe zählt 2393
Einwohner; Anbringung einer Turmuhr an der Sophienkirche |
| 1817 |
Carlsruhe wird Marktort |
| 1820 |
Neubau der
Kavalierhäuser, Tempel am Erdmannstern |
| 1821 |
Blitzschlag in den Turm
der Sophienkirche |
| 1822 |
Herzog Friedrich Eugen
stirbt, Sohn Eugen erbt Carlsruhe, Reitergeneral 1813, sein
Denkmal ist der Löwe im Park |
| 1823 |
Reparatur der
Sophienkirche |
| 1823 |
Theater wiedereröffnet |
| 1825 |
Umwandlung des Rondells
(Elysium) durch Errichtung der Mauer mit dem Schlossbild; Tod
der Herzogin Mathilde und Herzog Wilhelm |
| 1826 |
Sommerpalais wird
Konzerthaus; Turm der Sophienkirche neu mit Kupfer eingedeckt;
Mathildentempel |
| 1827 |
"Freischütz" Aufführung
in Carlsruhe |
| 1833 |
Geologe Ferdinand
Freiherr von Richthofen in Carlsruhe geboren |
| 1840 |
Schießhaus,
Schießhauswirtschaft aus ehem. Weinbergküche, später Weinpresse;
Sophienschloss abgebrochen; Trennung des Postwesens des Ortes
vom Steuerwesen |
| 1849 |
Umwandlung des
Patrimonialgerichts in eine königliche Kreis-Gerichts-Kommission |
| 1852 |
Oppelner Straße gebaut |
| 1853 |
Gründung des Bades durch
Sanitätsrat Dr. Freund |
| 1854 |
Einweihung der
Kunststraße Oppeln-Carlsruhe |
| 1856 |
Gründung eines nicht
mehr bestehenden Waisen- und Rettungshauses |
| 1857 - 1875 |
Regierung des Herzog
Eugen Erdmann |
| 1860 |
Dr. Freund verkauft das
Bad an den Herzog; Bau der Paulsburg |
| 1860/1875 |
Carlsruhe hat 192
Häuser, Errichtung des ersten Straßenbeleuchtung, Künstliche
Berge |
| 1861 |
Carlsruhe zählt 2364
Einwohner (1411 ev., 825 kth., 128 Juden) es waren dort 191
Kühe, 39 Ochsen und 5 Esel. Die ev. Schule zählte 280, in der
kth. Schule 133 und in der jüdischen Schule 41 Schüler |
| 1863 |
Bau der Synagoge, Bau
des Löwendenkmal |
| 1864 |
In Carlsruhe sind 103
Grundbesitzer, die weniger als 5 Morgen Land haben, 58
Grundbesitzer die mehr als 5 Morgen Land haben, in Carlsruhe
sind 300 Häuser |
| 1866 |
Gründung der simultanen
Kleinkinderschule |
| 1867 |
Einweihung der
Kunststraße Carlsruhe-Krogullno |
| 1872 |
Gründung des Brieger
Vereins |
| 1874 |
Siegessäule, Vernichtung
des Hoftheaters durch Feuer |
| 1875 - 1877 |
Herzog Wilhelm Eugen,
seine Büste stand im Tempelzwischen Teehausruine und dem
Löwendenkmal |
| 1883 |
Gründung des
Männer-Turnvereins |
| 01.10.1889 |
Eröffnung der Nebenbahn
Namslau-Oppeln |
| 1891 |
Inbetriebnahme der
Ziegelei neben dem Bahnhof, neue Bücherei gebaut |
| 1896 - 1903 |
Herzog Nikolaus,
seine Büste stand im Tempel am Erdmannstern |
| 1900 |
Park verfällt, im
letzten Jahrzehnt sind 7 Familie nach Amerika und 15 nach
Galizien ausgewandert. |
| 1901 |
Bauliche Veränderung der
Schlosskirche |
| 17.02.1903 - 1921 |
Aussterben der
Herzoglichen Linie des Hauses Württemberg durch den Tod des
Herzogs Nikolaus, Übergang des Fideikommisses Carlsruhe auf den
König Wilhelm II. von Württemberg |
| 1904 |
Gründung des "Anzeigers
für Bad Carlsruhe" |
| 1905 |
Carlsruhe hat 2543
Einwohner |
| 18.07.1908 |
Neue katholische Kirche
geweiht, erster Pfarrer Raczek |
| 1908 |
Gründung des
evangelischen Männervereins |
| 1909 |
Einweihung der neuen
katholischen St. Eugenius Kirche, Erbauung des
Gemeinde-Gaswerkes, Gründung der Freiwilligen Feuerwehr |
| 1912 |
Schwedenschloss brennt
ab |
| 1913 |
Tod der Herzogin
Alexandrine Mathilde von Württemberg, der letzten Fürstin der
alten Linie |
| 1919 |
Besetzung des Ortes
durch Grenzschutztruppen |
| 1920 |
Einrückung französischer
Truppen am 10. Februar, zunächst regulärer Infanterie, dann des
13.Alpenjägerbataillons. Ab 07.07. Teile des italienischen 135.
Infanterieregiments, ab 16.07. wieder französischer Alpenjäger,
ab 01.09. englischer Truppen. |
| 1921 |
Tod des Königs Wilhelm
II. von Württemberg. Übergang der Herrschaft Carlsruhe auf
Herzog Albrecht Eugen von Württemberg (katholischer Linie) |
| 1921 |
Ab 06.05.
oberschlesische Abstimmungspolizei unter dem Kommando eines
schottischen Kapitäns bis 31.07.1929 |
| 1921 |
Herzog Albrecht Eugen,
bei der Volksbefragung wurden 1877 Stimmen für die Deutschen und
25 Stimmen für die Polen abgegeben |
| 1922 |
Feier aus Anlass des
Abrückens der fremden Besatzung und der Wiedervereinigung mit
dem deutschen Reich; Einweihung des Gefallenendenksteins vor der
evangelischen Kirche; Gründung der Heimatkundlichen
Arbeitsgemeinschaft Carlsruhe. |
| 1923 |
Letzer Umbau des
Schlosses, vier Aufbauten, Innenausbau, dass Schloss am Weinberg
wurde umgebaut zur Konditorei |
| 1924 |
Gründung der Ortsgruppe
Carlsruhe des Landesschützen-verbandes Oberschlesiens; Denkmal
an die Gefallenen im I. Weltkrieg vor der Sophienkirche
errichtet. |
| 08.08.1925 |
Jubelfeier zum 150
jährigen Bestehen der Evangelischen Sophienkirche. Eröffnung der
Carlsruher Heimatstube. Bau der höheren Schule |
| 1926 |
Aufhebung des Zollamtes |
| 1927 |
Verpachtung des
Herzoglichen Bades an die "Gemeinnützige
Erholungsheim-Genossenschaft für Bergbeamte Oberschlesiens GmbH"
auf 18 Jahre |
| 1927 |
Umwandlung der Höheren
Mädchenschule in der evangelischen Volksschule angegliederte
simultane gemeindliche Gehobene Klassen; Eingemeindung des
Gutsbezirkes. |
| 1929 |
Modernisierung des Bades |
| 1929/1930 |
Gründung der "Carlsruher
Bank", einweihung des Evangelsichen Gemeindehauses; Alle
Sehenswürdigkeiten in Carlsruhe wurden renoviert |
| 1932 |
01.04. Übergang der
Elektrizitätsversorgung des Ortes vom Elektrizitätswerk Ad.
Kraemer hier auf die Überlandzentrale Neiße. Einführung der
elektrischen Straßenbeleuchtung mit Drehstrom anstatt der
bisherigen Gasbeleuchtung. Vermehrung der Straßenlampen um 34
Stück |
| 1933 |
Umwandlung der
bisherigen gemeindlichen Gehobenen Klassen in private Höhere
Schule; Auflösung der Ortsgruppe des Landesschützenverbandes
Oberschlesien; 01.10. Eingehen des "Anzeigers für Bad Carlsruhe",
29.05. erstes Erscheinen des "Beobachters für Carlsruhe O/S und
Umgebung" |
| 1933 |
Großes Konzert zu Ehren
Carl Maria von Weber; Carlsruhe zählt 2625 Einwohner |
| 1934 |
Umbau der alten
katholischen Kirche in ein katholisches Vereinshaus;
Restaurierung des Mathildentempels im Park |
| 1936 |
Der Pfarrer Maximilian
Raczek ist verstorben |
| 1937 |
Den Pfarrbezirk in
Carlsruhe übernimmt der Pfarrer Helmut Rupprich |
| 11.10.1938 |
In der jüdischen
Synagoge wurde Feuer gelegt, in der weiterführenden Schule sind
44 Schüler |
| 1939 |
In einem
Regierungserlass wurde verboten, in den Kirchen die Messen in
polnischer Sprache zu halten |
| 1939-1941 |
Polnische Arbeiter und
Gefangene in Carlsruhe |
| 1940 |
Konzerthaus abgerissen,
z. T. schon 1930 |
| 1942 |
In zwei Lagern gibt es
Zwangsarbeit |
| 21.01.1945 |
17 Uhr Einmarsch der
sowjetischen Truppen, Schloss, Kavalierhäuser, größter Teil des
Ortes zerstört |
| 1945 |
Polnische Verwaltung,
Carlsruhe heißt jetzt Pokój. |
| 1948 |
200 Jahre Carlsruhe
(Pokój) |
| 1975 |
Teilrestaurierung der
Sophienkirche. Feier zum 200 jährigen Bestehen der Kirche, auch
mit ehemaligen Einwohnern von Carlsruhe |